Miteinander Leben in Europa |
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HEFT 2: Ein Land - viele Religionen!Zum Thema des Heftes Aus Sicht der Autorengruppe ist eine verstehende Annäherung an die Kultur eines Landes nur möglich, wenn Bereiche der Religion und des Glaubens nicht ausgeklammert werden. Auch wer die Beschäftigung mit religiösen Fragen für sich ablehnt, muss anerkennen, dass Alltagsleben, der Jahresablauf, Feste und Feiern, Sitten und Bräuche meist einen religiösen Hintergrund haben, dass Auffassungen von Werten und Normen häufig auf religiösen Ursprüngen beruhen und Kunst und Literatur ohne Religionskenntnisse nur teilweise verstehbar sind. In Deutschland gehört die Bevölkerung traditionell der christlichen Religion an, genauer den großen christlichen Konfessionen (oder Kirchen). Ungefähr die Hälfte ist römisch-katholisch, die andere Hälfte evangelisch. Ein Nebeneinander zweier christlicher Glaubensbekenntnisse, das in früherer Zeit zu vielen Konflikten geführt hat. Die jüdische Bevölkerung stellte die dritte größere Gruppe, die nach den Verbrechen des Holocaust heute erst langsam wieder zunimmt. Durch Flüchtlinge und Einwanderer gab es daneben in Deutschland immer schon kleinere Gruppen anderer Glaubensrichtungen, z.B. russisch-orthodoxe Einwohner. Als neue Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg lassen sich die beiden großen christlichen Bekenntnisgruppen regional nicht mehr so deutlich abgrenzen; Binnenmigration führte zu einer stärkeren Mischung. Außerdem bezeichnen sich heute sehr viele Menschen als konfessionslos. Und: Durch die Einwanderung von Arbeitskräften aus anderen Ländern (Arbeitsmigranten) während der letzten Jahrzehnte wurde der Islam zur drittgrößten Religionsgemeinschaft in Deutschland. Vieles verbindet Menschen in Deutschland miteinander, vieles trennt sie auch: Herkunftsort, Bildungsstand, Beruf, finanzielle Lage, Interessen. Auch aufgrund der jeweiligen religiösen Bindungen und Traditionen in den Familie können Sichtweisen und Verhalten einzelner Menschen unterschiedlich sein - obwohl sie alle in Deutschland leben. Übersicht über Themen und Inhalte
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