Miteinander Leben in Europa

Lehrerfortbildung

Berichte

ZwischenTradition und Moderne
Bulgarien bald in der EU?

Viele Menschen in Westeuropa haben unklare Vorstellungen über Bulgarien: Wo genau liegt dieses Land? Kann es wirklich für sich beanspruchen, zu Europa zu gehören? Worauf gründet sich ein solcher Anspruch? Welche historischen, kulturellen und zivilisatorischen Verbindungslinien lassen sich zwischen Bulgarien und Westeuropa ziehen? In welchem Umfang teilt Bulgarien seine Gegenwart und Zukunft mit (West-)Europa? Wir laden dazu ein, Bulgarien zu besuchen und einen Teil der Region mit ihren Menschen näher kennen zu lernen. Wir laden dazu ein, die Vielfalt von Kulturen zu erleben, die kaum irgendwo so dicht beeinander existiert. Wir laden dazu ein, die Menschen mit ihrer Sprache, ihrem Alltag, ihren Gewohnheiten wahrzunehmen und die Küche zu genießen. Wir laden dazu ein, Bulgarien als ein Land kennen zu lernen, das vor der Aufgabe steht, moderne Antworten auf neuzeitliche Probleme zu finden und dabei in einen Austausch mit anderen Staaten der EU eintritt.

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INFORMATION

von Doz. D-r Pavlina Stefanova, NBU – Beobachterin der Koferenz
„Miteinander leben in Europa“

Die Koferenz ist nach dem im Voraus ausgearbeiteten Programm verlaufen. Das Interesse an der Koferenz ist enorm hoch – es nehmen fast doppelt so viele TeilnehmerInnen teil als die geplante Anzahl 60. Unter ihnen uberwiegt die Anzahl der FremdsprachenlehrerInnen (Deutsch-, Englisch-, Spanisch-, Franzosisch- und RussischlererInnen), es folgen die GeschichtslehrerInnen, die Bulgarisch-, die Philosophie-, Geografie-, Psychologie- und EthiklehrerInnen. Anwesend sind auch Gaste aus Makedonien und Rumanien.

Die Konferenz gibt die Moglichkeit, die Ergebnisse der langjahrigen Arbeit der TeinehmerInnen am Projekt „Miteinander leben in Europa“ zu zeigen, damit sie in die bulgarische Schule und die Schulen der anderen sudosteuropaischen Lander eingefuhrt werden konnen.

Prof. Bodo von Borries und Frau Gudula Mebus haben die Anwesenden mit den theoretischen Ausgangsgrundlagen des Projekts bekannt gemacht, namlich dass

  • Sprachunterricht gleich politischer und gesellschaftlicher Unterricht ist,
  • Sprachunterricht interkulturelles Lernen bedeutet,
  • Sprachunterricht mit Perspektivenwechsel verbunden ist (d.h. uber sich kontrastiv und vergleichend denken).

Sehr nutzlich fur die KonferenzteilnehmerInnen war die Darlegung der Ziele der Schule und der daraus folgenden Kompetenzen der Lernenden, die wir formieren wollen. Jeder/Jede von uns kann daruber nachdenken, auf welche Art und Weise er/sie zur Ausbildung der Kompetenzen seiner/ihrer SchulerInnen beitragen kann.

Die Arbeit verlief in folgenden 5 Sektionen:

  1. Europa ohne Grenzen – Leitung: Fr. Gudula Mebus und Fr. Ani Kolescheva
  2. Probleme der Jugend - Leitung: Fr. Claudia Fischer und Fr. Violetta Getscheva
  3. Minderheit. Mehrheit - Leitung: Fr. Regine Hartung, Fr. Dragiza Brugel und Fr. Tanja Werner
  4. Sprachen offnen Welten - Leitung: Fr. Heinke Behal-Thomsen, Fr. Nina Koleva
  5. Wege der Zivilgesellschaft - Prof. Bodo von Borries und Fr. Venzislava Dikova.

Die Arbeit in den Sektionen gab einerseits die Moglichkeit, sich praktisch mit den Inhalten der Heftreihe auseinanderzusetzen, d.h. den didaktischen Aspekt des interdiszilinaren Zugangs zu verstehen und andererseits – die Methodik der Arbeit mit diesen Materialien kennen zu lernen, z.B. Gruppenarbeit, Einzelarbeit, Ausarbeiten von Plakaten, Anwenden eigener Erfahrungen und Ansichten, Meinungs – und Ideenaustausch, damit jeder Konferenzteilnehmer/jede Konferenzteilnehmerin mit einer konkreten Idee, mit einer konkreten Antwort auf die vier Fragen, die von Prof. Bodo von Borries formuliert wurden, in die Schule zuruckkehrt –

  • Was kan ich selbst machen, wenn ich es bewusster mache?
  • Was kann ich konkret mit anderen Lehrkraften machen?
  • Was setzt realistische Veranderungen an meiner Schule voraus?
  • Was mache ich nicht mit?

Das Projekt „Miteinander leben in Europa“ ist durch alle Etappen einer Innovation verlaufen – von der Feststellung des Problems in der Praxis, von der Idee der Untersuchung vor 10 Jahren, uber die theoretische Forschung, die Materialienentwicklung, ihre Erprobung im Unterricht, bis zur Konferenz, die sich die Aufgabe gestellt hat, das Erreichte in die Praxis einzufuhren und zu multiplizieren. Jetzt hangt das Schicksaal des Projekts von uns, den TeilnehmerInnen der Konferenz, ab: Die Veranderungen sollen in die bulgarische Schule eintreten, denn Innovationen im Unterricht leben, entwickeln und vervollkomnen sich nur durch die LehrerInnen.

Unabhangig von der Skepsis, die in den Vorstellungen der TeilnehmerInnen der 2. Sektion gegenuber der Zukunft der bulgarischen Jugend zu merken ist, ist in uns allen der starke Wunsch vorhanden nach einer Anderung dieser Zukunft zum Besserem.

Die Schlussfolgerung: Die Konferez hat ihr Ziel erreicht, es ist die Zeit gekommen, die neuen Ideen in der Schule zu multiplizieren und zu verwirklichen.

Die Organisation der Konferenz war auf einem sehr hohen Niveau, mit einer sehr guten Balance zwischen der ernsten Arbeit und dem Vergnugen.

Doz. Dr. Pavlina Stefanova

Bankja, 29.04.2006

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Bosnien und Herzegovina

18.11. - 20.11.2005

Auf Einladung des Goethe-Instituts Saraevo wurde vom 18.11. bis 20.11.2005 ein Seminar, mit 12 DaF-Lehrer/innen aus Bosnien und Herzegovina durchgefuhrt - Heft 3 „Nation – Einheit oder Vielfalt Heft 6 „ Mit Unterschieden leben: Mehrheiten und Minderheiten“ Heft 8 „Hinsehen – Zuhoren – Mitgestalten: Wege einer Zivilgesellschaft“. In einer, nach dem Seminar geschickten, E-mail beschreibt eine Teilnehmerin ihre Eindrucke auf folgende Weise : „...Die Arbeit war interessant, die Zeit ging schnell. Ich kam sehr zufrieden und mit neuen (Lebens- und Schul-) Erfahrungen nach Hause. Schone Gru?e aus Banja Luka. Stana „

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Albanien

28.10 - 30.10.2005

Im Rahmen der Deutschlehrertagung des Albanischen Deutschlehrerverbands (28.10 -30.10.2005) fand in Vlora, Albanien ein Miteinander leben in Europa –Seminar statt, was nach dem Rahmenthema der Tagung: „Literatur im DaF-Unterricht“ orientiert wurde. Die Veranstaltung, woran 21 Deutschlehrer/innen teilnahmen, hatte einen Prasentationscharakter.

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Trjavna

27.08. - 03.09.2005

In Trjavna (Bulgarien) fand vom 27.08. - 03.09.2005 eine Sommertagung statt, die von dem Sonnenberg – Club Bulgarien, Projekt: Miteinander Leben in Europa Bulgarien, Sonnenberg-Kreis e.V., Deutschland und der Hanns-Seidel-Stiftung Sofia organisiert wurde. Die Zahl der Teilnehmer/innen war 14 aus 3 Landern.
Es wurden Ausflugen nach Veliko Tarnovo, Boshenzi und Etara durchgefuhrt. Die bulgarischen Teilnehmer waren froh, den auslandischen Gasten Bulgarien zeigen zu durfen.

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Uber G I-Sofia

2005

Seit einigen Jahren fuhrt das Projekt in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Sofia regionale Fortbildungsveranstaltungen fur Multiplikator/inn/en aus Sudosteuropa durch (Stabilitatspakt). Diese Veranstaltung fand 2005 zum letzten Mal statt mit dem thematischen Schwerpunkt: Trainerrolle und Seminardidaktik. Im Zentrum standen Inhalte der Heftreihe MITEINANDER LEBEN IN EUROPA. Zu diesen Inhalten wurden von den Teilnehmer/innen Seminarsequenzen geplant und anschlie?end mit anderen Lehrkraften ausprobiert.

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ÜBER DAS SOMMERSEMINAR IN RIBARITZA

17.07.2004 - 24.07.2004

In Ribaritza, im Balkangebirge fand vom 17.07.2004 bis 24.07.2004 die Sommertagung des Bulgarischen Deutschlehrerverbandes - Projekt Miteinander leben in Europa, des Sonnenbergclubs - Bulgarien und des Sonnenbergs Clubs Deutschland unter dem Rahmenthema - Der Balkan Treffpunkt verschiedener Kulturen statt. Sie hatte 39 Teilnehmer aus 6 Ländern - Deutschland, Dänemark, Groß Britannien, Norwegen, Österreich und Bulgarien.

Die traditionellen für Sonnenberg Arbeitszeiten- 3x3 Stunden am Tag bestimmten auch in Ribaritza den Rhythmus des Seminars. Alle versammelten sich und arbeiteten in dem Seminarraum vormittags nach dem Frühstück und abends nach dem Abendbrot.

Der Inhalt der Seminareinheiten den Beteiligten wurde auf unterschiedliche Art und Weise angeboten. Nach den Referaten folgte Gruppenarbeit und Diskussionen. Vessela Hristova aus Burgas, BG machte alle Beteiligten mit der Geschichte Bulgariens bekannt, stellte Aufgaben und ließ sie in Gruppen lösen; Bernd Zabel, München, D, zeigte "Bilder" aus dem Balkan, für die man mehr als Augen brauchte, Prof. Bodo von Borries, Hamburg, D, zeigte die vielen Seiten der Geschichte; Plamen Makariev, Sofia, BG, sprach über die Minderheiten und ihre Probleme in Bulgarien; Elka Tschawdarova, Sofia, BG, verfolgte die Kontinuität der Deutschland-Beziehungen auf dem Balkan. Besonders spannend, aber auch fruchtbar, waren die Bulgarisch-Stunden von Dr.habil. Daniela Stoytcheva, Sofia, BG. Die Teilnehmer konnten die neugewonnenen Kenntnisse gleich anwenden. Ventzislava Dikova, Sofia, BG und Violetta Getcheva, Pravetz, BG, sorgten für die Moderation und für die methodisch-didaktische Mannigfaltigkeit der Tagung. Während des Seminars hatten die Teilnehmer als Aufgabe - eine Recherche durchzuführen. Alle haben sehr tüchtig gearbeitet und an dem letzten Abend wurden die Ergebnisse präsentiert. Die Tiefe der Erkenntnisse und die Schlussfolgerungen waren ein guter Beweis für die effektive Arbeit der Beteiligten.

Nicht zu verschweigen sind die langen Gesprächen nach dem Ende der Arbeitseinheiten und während der Freizeitaktivitäten. Das Programm in der Freizeit war mit den Rechercheaufgaben verbunden und auch vielfältig konzipiert, so dass man auch einen Überblick über die Geschichte, aber auch über die Wirklichkeit des Landes bekommen konnte.

Ribaritzalied 2004

(Melodie : nach Flickorna från Småland)

Die Sonne scheint, es ist so schön
ist Sonnenberger Zeit.
Bulgarien hat für uns Platz,
obwohl es ist sehr weit.
Doch angekommen sind so weit,
wir haben doch die Zeit.
Das wunderbar Zusammensein
wir pflegen ohne Leid:

Es gibt einen, der kann sprechen schnell
und einen ohne Mut.
Es gibt einen, der für Goethe brennt
und einem fehlt ´n Hut.
Es gibt einen, der im Knaste war
und einem geht es gut
Es gibt einen, der sah alles klar
und einer eine Flut.

Verlaufen Tage viel so schnell
für alle für uns hier.
Vorträge hören wir so oft -
fast täglich gibt es vier.
Die klugen Männer, Frauen auch
erregen uns Neugier.
Wenn wir nach Hause kommen
wir bedanken mit Plaisir

Es gibt einen, der nur trinkt sein Bier,
ein and´rer trinkt nur Wein,
und einer hat ´nen grauen Bart
und einer ist kein Schwein.
Es gibt einen, der Sandalen trägt
und einer geht barfuß,
und einer, der Rekorde schlägt
und einer nimmt den Bus.

Ja, alle sind verschieden hier
wie in der großen Welt.
Doch Bulgarien es möglich macht:
wir sind im selben "Zelt".
Die Meinungen verschieden sind,
man diskutiert, man spürt,
man kann die Argumenten hör´n,
hat einem ganz berührt.

Es gibt einen, der wird Superstar,
und einen, der war blau,
und einer zahlt die Rechnung bar,
sein Auto, das ist grau.
Es gibt einen, der hat schwarzes Haar,
und einer saß im Stau.
Zu guter letzt RIBARITZA:
Wir rufen hoch HURRA!
Die Norweger und die Dänen

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Interkulturelles und projektorientiertes Lernen im DaF-Unterricht
unter dieser Themenstellung nahmen 25 Lehrkräfte am 10. Juni 2004 an einem Workshop von MITEINANDER LEBEN IN EUROPA in Köln teil. Der Workshop fand im Rahmen eines Vorbereitungslehrganges für künftige Fachschaftsberater, Landesprogrammlehrkräfte an Sprachdiplomschulen und Fachberater/Koordinatoren statt. Das Seminar wurde von der Kölner Zentralstelle für das Auslandsschulwesen veranstaltet. Alle Lehrkräfte werden ab dem neuen Schuljahr 2004/2005 in Mittelosteuropa, in Südosteuropa und der GUS arbeiten. Im Rahmen des Seminars lernten die Lehrkräfte das achte Heft der Reihe MITEINANDER LEBEN IN EUROPA kennen und arbeiteten beispielhaft zu Fragen des interkulturellen und projektorientierten Lernens.

 
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